Feng Shui und regionale Einrichtungserfahrung
Das mit dem regionalen Musterhaus ist mitunter sehr erbaulich. Ein Besucher erkannte zum Beispiel: "Wow, das ist ja alles nach Harakiri eingerichtet," aber statt das übertragene Wissen aus dem chinesischen Begräbnisbrauch zu strapaziern, haben wir uns auf europäische Einrichtungskompetenz und Ute Danzers Vorliebe für das Schlichte verlassen (übrigens wurden erst 190 v. Christus die Einflüsse des Feng Shui auf die Lebenden übertragen; hochinteressante Infos dazu: www.gwup.org/skeptiker-online/a01/fengshui1.html oder über die Möbelmacherhomepage unter Feng Shui) Interessanterweise stimmt das mit den Regeln des Feng Shui sehr häufig überein, weshalb der Harakiri-Eindruck außer der Wortwahl gar nicht so verkehrt war. Diese häufigen Parallelen zur westlichen Einrichtungserfahrung erklären auch die unglaubliche Begeisterung für diese fernöstliche Lehre.
Von ganz unerwarteter Seite erhielten wir Unterstützung für das Regionalkonzept, nämlich von dem Architekten Matteo Thun, der früher, als jüngstes Mitglied der Memphisdesigner, eher das Gegenteil von Langlebigkeit, Schlichtheit und Funktionalität entwarf. "Ich kann die Baukörper nicht verschwinden lassen, aber ich versuche, sie in die Landschaft einzuordnen. Dabei helfen örtliche statt importierte Steine und Hölzer, vor allem ja dadurch war früher Architektur fast immer stimmig und ist es heute nur noch in Ausnahmefällen."