Statement
von
Staatsminister Dr.
Werner Schnappauf
Besuch der Fa.
„Die Möbelmacher“
Unterkrumbach, 22.
Juli 2003
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Sehr geehrter Herr Danzer
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Sehr geehrter Vizepräsident Pirner
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Herr Landrat Reich
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Herr Bürgermeister Plattmeier
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Sehr geehrte Kollegen aus den Parlamenten
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Sehr geehrte Mitarbeiter der Fa. Die Möbelmacher
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Sehr geehrte Damen und Herren
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Umweltpakt
Bayern – Freiwilligkeit und Eigenverantwortung
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Der Umweltpakt Bayern war von Anfang an darauf
angelegt, möglichst viele Unternehmen für eine Teilnahme und damit für
freiwilligen und eigenverantwortlichen Umweltschutz zu gewinnen.
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Jedes teilnehmende Unternehmen sagt eine
Umweltschutzleistung zu, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht.
Das nützt dem Umweltschutz und trägt mit dazu bei, Nachhaltigkeit zu konkretisieren.
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Die
Erfahrung hat gezeigt: Motivation und Überzeugung von Betrieben gelingt
am besten durch direkte Ansprache vor Ort und durch persönlichen Einsatz
und Projekte.
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Umweltbotschafters
– Multiplikatoren gewinnen
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Daher die Idee der Botschafter: Sie sollen den Umweltpakt
und damit den Gedanken der Nachhaltigkeit in die Breite tragen. Botschafter
sollen motivieren, überzeugen, Vorbild sein! Bayernweit bereits 12!
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Sie, Herr Danzer, Ihr Kompagnon und alle Mitarbeiter der
Möbelmacher, haben in vorbildlicher Weise in den letzten Jahren den Gedanken
der Nachhaltigkeit verbreitet und durch Ihre Initiativen insbesondere die
Bedeutung des regionalen Bezugs des Handwerks und der regionalen
Wirtschaftskreisläufe herausgestellt.
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Aber
auch im betrieblichen Umweltschutz gehen Sie weit über den gesetzlichen
Standard hinaus – Kompliment!
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Größter
ökologischer Gewerbebau Nordbayerns
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Sie haben zusammen mit Ihrem Kompagnon Gunther Münzenberg
und dem gesamten Möbelmacherteam hier in Unterkrumbach den größten
ökologischen Gewerbebau Nordbayerns, mit Solaranlage, Brauchwassernutzung
und Biomasseheizung verwirklicht. Alle Gebäude sind nach dem Niedrigenergiestandard
gebaut.
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Für Ihre Oberflächen verwenden Sie ausschließlich
Naturharzöle, die im Tauchverfahren aufgebracht werden. Damit tragen Sie
wesentlich zur Reduzierung des Lösemittelausstoßes bei.
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Ihre
Möbel bauen Sie im Moment zu 100 % aus regionalen Hölzern,
garantiert werden mindestens 95%.
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Regionale
Wirtschaftskreisläufe
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Gerade der Gedanke der regionalen Wirtschaftskreisläufe
findet sich in vielen Ihrer beispielhaften Projekte wieder.
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Aus einer Veranstaltung „Regional
genießen“, die 1998 gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark in
Ihrer Schreinerei stattfand, hat sich der „Tag der Regionen entwickelt“. Dafür
habe ich persönlich die Schirmherrschaft übernommen und mittlerweile
sind die Tage der Regionen ein bundesweiter Erfolg.
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1999 haben Sie dann den „Initiativkreis
Holz aus der Frankenalb“ mitgegründet. In dem Initiativkreis arbeiten
Experten aus den Bereichen Forstwirtschaft, Handwerk, Energiewirtschaft, Umwelt
und Naturschutz und Architektur, um die Vermarktung regionaler Hölzer
voranzutreiben.
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Musterhaus mit
Best-Practice-Beispielen
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Viele Aktivitäten sind aus diesem Initiativkreis entstanden. Das
wichtigste Ergebnis ist das von Ihnen bewohnte „Regionale Musterhaus“.
Der Initiativkreis wurde aus einer Vielzahl von Bewerbern als
Best-Practice-Beispiel im Handwerk vom Bundeswirtschaftsministerium
ausgesucht und ausgezeichnet.
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Als
weltweit erster Betrieb, haben die Möbelmacher ein EFQM
Qualitätsmanagement nach dem Nürnberger Nachhaltigkeitsansatz eingeführt,
was ein Grund für die Auszeichnung mit dem Nürnberger Nachhaltigkeitspreis
war.
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Dank
und Weiter so!
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Durch das Engagement der Möbelmacher und Ihre Initiativen, wurde
der Gedanke der Nachhaltigkeit, der Regionalen Wirtschaftskreisläufe und damit
die Gedanken des Umweltpakts Bayern in der Öffentlichkeit aber auch bei
den Handwerksbetrieben in Ihrem gesamten Umfeld bewusst gemacht.
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Deshalb sind Sie besonders als Umweltpaktbotschafter
geradezu prädestiniert.
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Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team für Ihre betriebliche
Tätigkeit und für Ihr Engagement zur konkreten Verwirklichung der
Nachhaltigkeit alles Gute und viel Erfolg.